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Häufiger als angenommen geraten Menschen in schwierige Lebenssituationen, aus
denen sie oftmals allein nur schwer wieder herausfinden. Oder sie erkennen, daß
sie bestimmte Schwierigkeiten haben, den Herausforderungen des Lebens zu
begegnen:
Sie entwickeln Ängste, werden depressiv, leiden unter Kontaktstörungen und
Einsamkeit, haben sexuelle Störungen, zweifeln an ihrem Selbstwert, leiden
unter Esstörungen oder psychosomatischen Beschwerden, kommen mit ihrem Partner,
ihrer Familie oder im Berufsleben nicht mehr zurecht
In all diesen oder ähnlichen Fällen ist es für die Betroffenen sinnvoll,
psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hier bekommen sie die Chance,
offen über sich und die eigene Situation nachzudenken, eigene Hemmnisse zu
erkennen und zu überwinden, Neues auszuprobieren und Lösungswege aus den
eigenen Problemen bzw. der Lebenskrise zu entwickeln.
Formen und Entwicklung der Psychotherapie
Die in Deutschland gängigen Psychotherapieverfahren sind grundsätzlich in vier
Strömungen einzuteilen:
- Psychoanalyse
- Humanistische Therapie
- Systemische Therapie
- Verhaltenstherapie
Da im Allgemeinen die Psychotherapeuten ihrer Eigenerfahrung und ihrem
persönlichen Verständnis entsprechende Therapieverfahren ausüben, ist es
entscheidend, mit welcher Therapierichtung sich der/die Therapeut/in verbunden
fühlt.
Therapie ist etwas sehr Individuelles und das therapeutische Verfahren sollte
dem eigenen Empfinden zugänglich sein.
Die Mehrzahl der Psychotherapeut/inn/en sind nicht nur in einem speziellen
Verfahren intensiv ausgebildet, sondern sind oftmals auch in weiteren Verfahren
bzw. zumindestens in deren Grundlagen fortgebildet. Daher wird in der
psychotherapeutischen Praxis auch häufig eine Integration verschiedener
Interventionstechniken, in das von dem jeweiligen Therapeuten favorisierte
therapeutische Verfahren betrieben. Mit dieser Art des Vorgehens ist die
Therapeutin / der Therapeut auch in der Lage, den Bedürfnissen seines Klientels
entsprechend der vorliegenden "Störung" bzw. der vorhandenen Ressourcen
angemessener und effektiver zu begegnen. Dies entspricht auch zunehmend der
wissenschaftlichen Forschung über die Effektivität unterschiedlicher
Therapieformen bei verschiedenen "Krankheitsbildern".
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